Technik-trifft-Umwelt-Camp am Bayerischen Untermain

Technik entdecken, Zukunft gestalten: Technik-trifft-Umwelt-Camp in der MINT-Region

Bayerischer Untermain begeistert Jugendliche für MINT-Berufe

15 Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren wurden spannende Einblicke geboten. Die Schülerin­nen und Schüler aus Gymnasien im Umkreis von rund 50 Kilometern erlebten dabei eine abwechs­lungsreiche Ferienwoche.

Selbst ausprobieren, Neues lernen, Berufe mit Zukunft entdecken. Im Technik-trifft-Umwelt-Camp mit der MINT-Region Bayerischer Untermain und Partnern aus der Region tauchten die Jugendlichen vom 06. bis 10. April in die Welt der Technik ein. Und konnten so unterschiedliche Berufsbilder sowie technische Studienrichtungen kennenlernen, dabei mit viel Spaß und Praxisbezug selbstständig Projekte umsetzen und so eigene Stärken und Interessen entdecken. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Technik helfen kann, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten.

Das Technik-trifft-Umwelt-Camp ist eines von mehreren Camp-Formaten zur Berufsorientierung, umgesetzt von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern und unterstützt von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm als Hauptförderer sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Praxiserfahrung, Teamarbeit und Technik zum Anfassen

Welche spannenden Ausbildungsberufe und technischen Studiengänge gibt es, die zum Schwerpunkt Nachhaltigkeit haben? Die Camp- Teilnehmenden fanden genau darauf Antworten. Praxisnah und spielerisch lernten sie spannende Berufe und Studiengänge kennen, setzten sich mit verschiedenen Experimenten und einer Rallye zum Thema Zukunftsenergien auseinander und erprobten ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen mit viel Geschick bei der Umsetzung ihres Projektauftrags zum Thema der Woche „Nachhaltigkeit und Zukunftsenergien“. Am Camp beteiligt haben sich die Alcon/CIBA VISION GmbH, die Technische Hochschule Aschaffenburg und das Roland-Eller-Umweltzentrum im Schullandheim Hobbach.

Nach einem ersten Kennenlernen am Montagabend startete die Gruppe am Dienstag Früh direkt an der Technischen Hochschule Aschaffenburg. Unter dem Leitmotiv „Die Kraft der Sonne nutzen“ wurde nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch aktiv geforscht, gebaut und experimentiert. Zu Beginn beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Funktionsweise einer Solarthermieanlage. Anschließend folgte eine Gruppenarbeit, in der Teams aus zwei bis vier Personen einen eigenen Flachkollektor konstruierten.
Die finale Durchführung brachte ein Siegerteam hervor, deren Konstruktion überzeugte – auch wenn die Auswertung zeigte, dass manche Ergebnisse aufgrund von Wasserverlusten differenziert betrachtet werden mussten. Danach gab es einen spannenden Einblick ins Hochschulleben an der TH Aschaffenburg.

Am nächsten Tag ging es direkt zu Alcon. Im Ausbildungszentrum des Unternehmens Alcon durchliefen die Teilnehmenden einen abwechslungsreichen Stationenparcour. Die Stationen boten einen breiten Einblick in technische Ausbildungsinhalte:

  • Grundlagen der Pneumatik,
  • das Umsetzen eines Elektroschaltplans,
  • der Bau und Anschluss einer Anhängersteckdose,
  • sowie das Programmieren eines Roboterarms.

Bei einer Betriebsführung durch Alcon erhielten die Teilnehmenden einen Blick hinter die Kulissen der Produktion. Die Herstellung von Kontaktlinsen erfolgt unter strengen Hygienevorschriften und basiert auf dem Zusammenspiel von Matrize und Patrize.
Auch die Logistik beeindruckte: automatische Fahrzeuge, die Unterscheidung zwischen Schnell- und Langsamdrehern, sowie der europaweite Versand der Produkte.

Am Donnerstag führte das Umweltzentrum Hobbach durch das Programm. Hier wurde Technik mit Kreativität verbunden. Die Teilnehmenden produzierten einen eigenen Stopmotion-Film, der Umweltaspekte mit technischen Themen verknüpfte. Nachmittags stand unter dem Motto Gemeinsam stark ein gemeinsames Erlebnis im hauseigenen Hochseilgarten auf dem Programm. Drei unterschiedliche Stationen stellten die Gruppen vor körperliche und mentale Herausforderungen – und stärkten den Teamgeist nachhaltig.

Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor Vertretern von Unternehmen, Hochschule, Eltern, Presse und Förderern. Sie blicken nun auf ein einmaliges Ferienerlebnis zurück.

„Der praktische Mechatronikteil mit den Auszubildenden bei Alcon hat mir sehr gefallen. Den Roboterarm zu steuern und zu programmieren hat mich besonders fasziniert“, sagte der 17-jährige Levi zum Abschied.

Jana (15 Jahre) ergänzte: „Mein Highlight bisher war die Betriebsführung durch die Produktion der Alcon. Es gab viele Einblicke in die Kontaktlinsenherstellung. Eine einmalige Chance, die so schnell nicht wieder kommt…“

Mehr als ein Praktikum: Ein Ferienerlebnis mit Mehrwert

Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und praxisnah technische Bildung gestaltet werden kann. Von Solarenergie über Robotik bis hin zu Logistik und Teamtraining erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in moderne Technologien und nachhaltige Energiegewinnung. Die Mischung aus Theorie, Praxis und Teamerlebnissen machte das Projekt zu einer wertvollen Erfahrung. Begleitet von einem pädagogischen Team und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm erlebten die Teilnehmenden intensive Tage voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse.

Einblicke ermöglichen – Perspektiven öffnen

Die MINT-Region Bayerischer Untermain war zum zweiten Mal Gastgeber des Technik-trifft-Umwelt-Camps.

„Unser Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für technische und nachhaltige Themen zu begeistern. Durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschule schaffen wir wertvolle Einblicke in berufliche Perspektiven und stärken die Orientierung für die Zukunft“ sagt Andrea Grimm, MINT-Manager*in der MINT-Region Bayerischer Untermain (ZENTEC GmbH).

Nachwuchsförderung beginnt mit Praxis

Die Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern wurde vor über 25 Jahren vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. ins Leben gerufen. Mit acht Camp-Formaten bringt sie Jugendliche mit Unternehmen, Hochschulen und Ausbildungsberufen in Kontakt – immer mit dem Ziel, sie in ihrer Berufsorientierung zu stärken und ihnen praxisnah Perspektiven zu eröffnen.

Das Technik-trifft-Umwelt-Camp legt den Fokus auf nachhaltige Technologien und Umweltbewusstsein im technischen Berufsalltag.

Möglich machen das die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm als Hauptförderer und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie als Förderer. Träger ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Mit unseren Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste spannende Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten in der M+E-Industrie – direkt vor Ort, mit echten Vorbildern. So wecken wir frühzeitig Begeisterung für MINT-Berufe und bringen die jungen Talente mit den Unternehmen vor Ort als mögliche Arbeitgeber von Morgen zusammen. Damit leisten die Camps einen wertvollen Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung in der Region.“

Weitere Infos und Termine 2026 für das Technik-trifft-Umwelt-Camp in Bayern

Weitere Infos zur MINT-Region Bayerischer Untermain

Veranstalter/Quelle: Technik – Zukunft in Bayern, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.; Kontakt: Verena Rief