Wie entsteht ein Ort, der nicht nur Maschinen bereitstellt, sondern Menschen dazu befähigt, eigene Ideen zu verwirklichen? Die Antwort liefert Mach Watz!, ein offenes Angebot des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land für alle. Im Making Space, in Begriff, der bewusst so gewählt wurde, denn im Mach Watz! steht nicht der Maschinenpark im Fokus, sondern die Menschen mit ihren Projekten und das gemeinsame Gestalten und Lernen.
Wissenschaft trifft Region: ein starkes Fundament
Mach Watz! ist fest in eine starke regionale und wissenschaftliche Struktur eingebettet. Als Teil des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land steht das Projekt unter der wissenschaftlichen Leitung der Technischen Universität München (TUM). Die Finanzierung ruht auf drei Säulen: Der Landkreis stellt die organisatorische Infrastruktur, der Markt Berchtesgaden die Räumlichkeiten, und die TUM investiert wissenschaftliches Personal sowie Mittel in die Weiterentwicklung. Unterstützt wird das Angebot zudem durch einen Förderverein aus regionalen Unternehmen und weitere Fördermittel.
High-Tech-Werkzeug und fachkundige Begleitung
Technisch bietet der Raum alles, was das Maker-Herz begehrt: 3D-Druck, Lasercutting, CNC-Technik, Schneidplotter sowie Elektronik- und Textilarbeitsplätze. Ein Blick auf die gefertigten Exponate, wie etwa farbenfrohe 3D-Druck-Figuren, verdeutlicht die kreativen Möglichkeiten. Entscheidend ist jedoch das Team: Wissenschaftliche Mitarbeitende und Tutorinnen schaffen eine Atmosphäre, in der Wissen geteilt und gemeinsam experimentiert wird.
Kein Vorwissen nötig: Die richtige Haltung zählt
Der wichtigste Faktor für den Erfolg ist eine Haltung der Offenheit. Es bedarf keiner speziellen technischen Vorbildung, sondern der Bereitschaft, Verantwortung abzugeben und eine Fehlerkultur zu leben, die Experimente ausdrücklich zulässt.
Vielfältige Angebote von Technik-Camps bis zur offenen Werkstatt
Das Programm ist vielfältig und praxisnah gestaltet:
- Offene Werkstatt: Aktuell jeden zweiten Samstag (Ausbau ab Herbst geplant).
- Camps & Ferien: Einwöchige Technikcamps und spezielle Ferienprogramme.
- Workshops: Gezielte Kurse zu Robotik, digitaler Konstruktion, Programmierung und Fertigung. Statt einfacher Bastelanleitungen entstehen hier individuelle Lösungen für reale Fragestellungen.

Was macht den Making Space Mach Watz! besonders?
Das Besondere ist die Kultur des gemeinsamen Machens und die direkte Verbindung zur Forschung der TU München. Hier werden nicht nur bestehende Tools genutzt, sondern eigene Lernformate und Werkzeuge entwickelt, wie etwa eine Open-Source-Zeichenmaschine, an der Teilnehmende den gesamten Entstehungsprozess von der Konstruktion bis zur Inbetriebnahme erleben.
Einzigartig ist die Mischung der Menschen, die hier zusammenkommen. Jugendliche arbeiten neben Studierenden, Lehrkräfte tauschen sich mit Forschenden aus und erfahrene Maker unterstützen Einsteigerinnen und Einsteiger. So wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam entwickelt.
Mach Watz! Ein Treffpunkt für alle Generationen
Die Zielgruppe ist breit gefächert: Primär richtet sich das Angebot an Jugendliche ab 14 Jahren, steht aber auch Schulklassen, Lehrkräften, Studierenden und Azubis offen. Sogar jüngere Maker können in Begleitung teilnehmen. Besonders wertvoll ist die soziale Mischung: Jugendliche arbeiten Seite an Seite mit Forschenden und Erfahrene unterstützen Einsteiger.
Die Mission: Technik verstehen und Zukunft gestalten
Der Name ist Programm:
Mach es selber. Selbst bestimmt.
Die Mission von Mach Watz! ist es, Menschen zu befähigen, Technik nicht nur zu konsumieren, sondern sie zu verstehen und aktiv zu gestalten. Durch das Lösen von Herausforderungen am Fuße des Watzmanns entwickeln die Teilnehmenden Kreativität, Problemlösekompetenz und das nötige Selbstvertrauen für die technologische Zukunft
Quelle: Katharina Heiermeier,Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land, www.schuelerforschung.de


