7. Netzwerktreffen MINTraum bayern

Bayerische MINT-Regionen stärken Zusammenarbeit für die Zukunft der MINT-Bildung

Gemeinsam Ideen entwickeln, voneinander lernen und die Zukunft außerschulischer MINT-Bildung gestalten: Dafür kamen die Vertreter*innen der bayerischen MINT-Regionen am 19. und 20. Mai 2026 zu ihrem Netzwerktreffen zusammen. Organisiert von der Landeskoordinierungsstelle MINTraum bayern fand die zweitägige Veranstaltung diesmal in Deggendorf statt. Neben dem kollegialen Austausch unter den rund 35 MINT-Manager*innen und der gemeinsamen Weiterentwicklung durch Best Practices stand das Netzwerktreffen ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf den bayerischen MINT-Gipfel im Herbst.

Gemeinsam für die Fachkräfte von morgen: Bayerns MINT-Regionen wachsen

Insgesamt 26 MINT-Regionen und MINT-Cluster kümmern sich aktuell in Bayern um die regionale Vernetzung von MINT-Akteuren und Bildungsangeboten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Sie decken rund zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Freistaat ab. Der jüngste Neuzugang ist die MINT-Region Bamberg, deren offizielle Gründungsveranstaltung erst Anfang Mai war. „Durch die enge Vernetzung von Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft stärken unsere MINT-Regionen nicht nur die außerschulische MINT-Bildung, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Bayerns“, betont Susanne Knotzer, Referentin der Landeskoordinierungsstelle. „Dort, wo Menschen gemeinsam an innovativen Bildungsangeboten arbeiten, entstehen die Fachkräfte, Kompetenzen und Impulse, die unsere Gesellschaft morgen braucht.“

MINT meets Achtsamkeit: Neue Impulse beim Netzwerktreffen in Niederbayern

Das Netzwerktreffen fand diesmal an der Technischen Hochschule in Deggendorf, Trägerin der MINT-Region Niederbayern, statt. Stellvertretend begrüßte Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin der TH Deggendorf, die Teilnehmenden und gab mit ihrem Vortrag zum Thema „Perfect Pitch“ direkt wertvolle Impulse für überzeugende Kommunikation und erfolgreiche Präsentationen in Netzwerken und Bildungsprojekten. „Ich freue mich sehr, dass wir diesmal unser lebendiges Netzwerk zu uns in die MINT-Region Niederbayern einladen durften“, so MINT-Managerin Eva Streicher. „Wir genießen den offenen und konstruktiven Austausch immer sehr und hatten Gelegenheit, die Region mit ihren starken MINT-Akteur*innen unseren Kolleg*innen aus ganz Bayern anschaulich zu präsentieren.“

MINT-Regionen entwickeln Inhalte für Bayerns ersten MINT-Gipfel

Ein wichtiger Programmpunkt des Treffens war die gemeinsame Vorbereitung des 1. Bayerischen MINT-Gipfels, zu dem die bayerischen MINT-Regionen im November gemeinsam einladen werden. Im Rahmen von Workshops und Gesprächen arbeiteten die Teilnehmenden an inhaltlichen Schwerpunkten und gemeinsamen Zielsetzungen für die Veranstaltung. „Keiner löst das Problem alleine“, betont Prof. Dr. Veronika Fetzer. „Erwartungen an uns wachsen, Anforderungen werden höher. Es ist also gesellschaftliche Aufgabe, die MINT-Förderung langfristig stärker zu verankern – eben auch strukturell. Netzwerke rund um den MINT-Gipfel gehen genau in die Richtung, die wir brauchen.“

Impulse und Austausch in einem wachsenden Netzwerk

Darüber hinaus verband das Programm des zweitägigen Netzwerktreffens praxisnahe Impulse mit intensivem Austausch unter den MINT-Manager*innen. Mit dem interaktiven Format „MINT meets Achtsamkeit“ setzte die MINT-Region Niederbayern einen besonderen Akzent. An verschiedenen Stationen konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und neue Perspektiven auf kreatives und achtsames Arbeiten im MINT-Bereich kennenlernen. Im Format „Best Practice mal anders“ diskutierten die Vertreter*innen der MINT-Regionen im direkten Austausch erfolgreiche Ansätze aus der Praxis und entwickelten gemeinsam Ideen rund um die Frage, wie gutes MINT-Management und erfolgreiche Netzwerkarbeit gelingen können. Besonders erfreulich war dabei die Teilnahme von sechs neuen MINT-Manager*innen, die sich durchweg positiv über die vielen inhaltlichen Impulse und den kollegialen Austausch im MINTraum bayern äußerten. „Es ist eine gute Tradition, in den verschiedenen MINT-Regionen zu Gast zu sein“, erklärt MINTraum-Referentin Petra Scheuermeyer. „So erlebt man regionale Schwerpunkte, Leuchtturm-Projekte, aber auch Herausforderungen der einzelnen MINT-Regionen aus allererster Hand.“