Ein Roboter erwacht zum Leben. Der erste eigene 3D-Druck gelingt.
OEB: In Makerspaces entstehen jeden Tag Erfolgserlebnisse. Jugendliche programmieren Roboter, entwickeln eigene 3D-Modelle, bedienen Maschinen oder setzen kreative Ideen in funktionierende Prototypen um. Dabei erwerben sie ganz nebenbei wichtige MINT- und Zukunftskompetenzen – etwa kreatives Denken, Problemlösungsfähigkeit, Teamarbeit, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Open Educational Badges für Makerspaces dokumentieren diese Lernerfolge und machen sichtbar, was Jugendliche praktisch geleistet und gelernt haben.
Denn was passiert mit diesen Lernerfahrungen, wenn der Workshop vorbei ist? Genau hier setzt Open Educational Badges (OEB) an. Die digitalen Zertifikate dokumentieren, welche Kompetenzen gestärkt wurden und helfen Jugendlichen, ihre Fähigkeiten bewusster wahrzunehmen. Gleichzeitig sind sie eine optimale Ergänzung für spätere Bewerbungsunterlagen, denn sie zeigen nicht nur die Teilnahme an einem Angebot, sondern auch die dabei erworbenen konkreten Kenntnisse und Fähigkeiten.

Open Educational Badges für Makerspaces.
Besonders wertvoll sind OEB, weil sie auch solche Kompetenzen sichtbar machen, die außerhalb des klassischen Unterrichts entstehen. Viele Jugendliche lernen in Makerspaces selbstständig, projektorientiert und im Austausch mit anderen. Sie übernehmen Verantwortung, helfen sich gegenseitig und finden eigene Lösungen für technische oder gestalterische Herausforderungen. Diese non-formalen Lernerfahrungen werden in Schulzeugnissen häufig nicht erfasst. OEB geben ihnen einen nachvollziehbaren und dauerhaft nutzbaren Nachweis – und stärken damit die Anerkennung außerschulischen Lernens.
ESCO Komptenz:
Mit jedem Badge wächst ein persönliches Kompetenzprofil, das die Jugendlichen dauerhaft nutzen können – zum Beispiel als digitalen Maschinenschein, als Nachweis für absolvierte Lernangebote oder für Bewerbungen. Da die Badges auf der europäischen ESCO-Kompetenztaxonomie basieren, sind die erworbenen Fähigkeiten einheitlich beschrieben und europaweit verständlich.
Warum OEB für Makerspaces eine Erleichterung sind:
Für Makerspaces bringen OEB eine spürbare Entlastung. Statt Zertifikate einzeln auszustellen, PDFs zu verschicken und Listen zu pflegen, lassen sich Badges nach einmaliger Erstellung effizient und automatisiert vergeben. Dadurch sinkt der organisatorische Aufwand und es bleibt mehr Zeit für die pädagogische Arbeit und die Begleitung der Jugendlichen.
Gleichzeitig unterstützen OEB das Wirkungsmanagement. Die bei der Vergabe entstehenden Metadaten werden in einem Dashboard anonymisiert visualisiert. So können Makerspaces nachvollziehen, welche Kompetenzen besonders häufig erworben werden, welche Angebote gut angenommen werden und wie viele Jugendliche erreicht wurden. Diese Informationen lassen sich datenschutzkonform für Evaluationen, Projektberichte oder Förderanträge nutzen.
Futurelabs nutzt OEB bereits:
„Badges motivieren unsere Jugendlichen, dranzubleiben und Neues auszuprobieren. Es ist schön zu sehen, wie es ihnen hilft, ihre Erfolge wahrzunehmen und ihre Fähigkeiten zu reflektieren.“ Auch das Makermobil des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg setzt Badges ein. Damit werden Maschinen- und Werkzeugkompetenzen von Lehrkräften sichtbar gemacht. Nach einer entsprechenden Qualifizierung können die Lehrkräfte die Geräte eigenständig gemeinsam mit ihren Klassen nutzen. Der Badge dient dabei als digitaler und nachvollziehbarer Kompetenznachweis.

OEB wurde als vom BMBFSFJ gefördertes Forschungsprojekt in Reallaboren erprobt.
Dabei wurde untersucht, wie digitale Kompetenznachweise gestaltet sein müssen, damit sie sowohl für Lernende als auch für Bildungseinrichtungen einen echten Mehrwert schaffen.
Heute können Makerspaces, Schulen und andere MINT-Lernorte OEB flexibel einsetzen: für mehr Anerkennung außerschulischer Lernerfahrungen, weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für gemeinsames Tüfteln, Entwickeln und Gestalten.
OEB-Geschichten wie die von Futurelabs findest du im Blog.
