Das Barcamp der Körber-Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Austauschformate für die deutsche MINT-Bildungslandschaft entwickelt. Als jährliches „Klassentreffen“ für MINT-Netzwerker*innen bietet es eine Plattform, um Wissen zu teilen und innovative Impulse für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu setzen. In einer Zeit, in der digitale Transformation und Fachkräftemangel den Takt vorgeben, liefert dieses Format konkrete Antworten auf drängende Fragen. Doch was verbirgt sich hinter der Barcamp Methode, warum ist das Körber Stiftung Programm so erfolgreich und welches gesellschaftliche Ziel verfolgt die Körber Stiftung?
Die Körber-Stiftung setzt sich seit Jahrzehnten für Zukunftsfragen ein – darunter insbesondere die Förderung junger Menschen in MINT-Disziplinen. Das MINT Barcamp ist dabei Teil dieses umfangreichen Engagements, das auch Wettbewerbe und innovative Veranstaltungsformate umfasst.
Mit dem MINT Barcamp verfolgt die Körber Stiftung mehrere Ziele:
- Innovation im Bildungssystem fördern
- Neue Methoden und Technologien in die Fläche bringen
- Begeisterung für MINT wecken
- Wissenschaftliche und praktische Ansätze verbinden
Barcamp der Körber Stiftung in 30 Sekunden erklärt
- Das MINT Barcamp der Körber-Stiftung ist das jährliche „Klassentreffen“ für MINT-Netzwerker*innen aus ganz Deutschland.
- Im Gegensatz zu klassischen Konferenzen ähnelt das Barcamp einer „Unkonferenz“: Es gibt keine festen Referent*innen. Stattdessen bestimmen die Teilnehmenden den Barcamp Ablauf selbst, indem sie zu Beginn der Tagung Themen im sogenannten „Grid“ (Stundenplan) vorschlagen und später in offenen Sessions diskutieren.
- Ob praxisnahe Impulse zu KI, Robotik oder erfolgreiches Community Management – im Fokus stehen der konkrete und ehrliche Wissensaustausch und die Vernetzung.
- Die Mission der Körber-Stiftung ist es, durch dieses partizipative Format Menschen dabei zu helfen, Zukunft aktiv zu gestalten. Ermöglicht werden soll: Innovationen in der außerschulischen MINT-Bildung voranzutreiben, MINT-Akteure bundesweit zu stärken und die Relevanz von MINT-Berufen für den Standort Deutschland zu betonen.
Barcamp Definition allgemein: Was ist ein Barcamp eigentlich genau?
Um die Barcamp Bedeutung zu verstehen, muss man das klassische Konferenzmodell hinter sich lassen. Ein Barcamp (oft auch „Unkonferenz“ genannt) ist ein Veranstaltungsformat, das nicht auf vorne stehende Referenten setzt, sondern auf die Expertise, Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden. Das MINT Barcamp der Körber-Stiftung greift diesen Gedanken auf und schafft ein Forum, in dem gemeinsam Herausforderungen, Chancen und neue Wege in der MINT-Bildung diskutiert werden. Jede und jeder kann Sessions anbieten, Diskussionen anstoßen oder Best-Practice-Beispiele vorstellen. Dadurch entsteht eine besonders offene, kreative Atmosphäre, die echte Kollaboration fördert.
Die Barcamp Definition basiert auf dem Prinzip des „Gebens und Nehmens“. Jeder Gast bringt ein „Geschenk“ in Form eines Beitrags, eines Beispiels oder einer Fragestellung mit. Ob in Präsenz in Hamburg bei der Körber Stiftung oder als virtuelles Barcamp – der Fokus liegt auf der sozialen und fachlichen Vernetzung.
Der Barcamp Ablauf: Vom Grid zur aktiven Session
Der Barcamp Ablauf ist dynamisch und partizipativ gestaltet. Zu Beginn der Veranstaltung entsteht im Plenum das sogenannte „Grid“ – ein Stundenplan, der live vor Ort gefüllt wird. Hier stellen MINT-Akteure ihre Session-Vorschläge vor, die sie entweder mitgebracht haben oder die ihnen spontan wichtig erscheinen. Eine Session kann ein klassischer Vortrag mit Fragerunde, aber auch eine offene Diskussionsrunde zu einem spezifischen Problem sein. Ergänzt um informelle Formate wie eine MINT Bar oder lockere Pausengespräche am Stehtisch mit Blick auf die Elbe fördern den kreativen Austausch rund um außerschulische MINT-Bildung.
Typische Themen beim MINT Barcamp
Die Inhalte des Barcamps entstehen spontan durch die Teilnehmenden. Häufige Themenschwerpunkte sind:
- Digitalisierung und KI in der Schule
- Praktische Experimente für den naturwissenschaftlichen Unterricht
- Robotik, Programmierung und Makerspaces
- MINT-Berufswelten und Berufsorientierung
- Teilhabe und Diversität
- Nachhaltigkeit, Umweltbildung und Green Tech
- Female Empowerment in den MINT-Fächern
Darüber hinaus werden immer wieder innovative Lernkonzepte vorgestellt, wie Design Thinking, Gaming im Unterricht oder das Arbeiten mit digitalen Laboren.
Beispiel für ein Barcamp Grid

Warum das MINT Barcamp der Körber-Stiftung so wichtig ist
Die Körber Stiftung verfolgt mit diesem Format das Ziel, Innovationen im Bildungssystem zu fördern und neue Methoden in die Fläche zu bringen. Ein MINT Camp dieser Art bündelt die Expertise von Lehrkräften, Wissenschaftlern und MINT-Initiativen, um junge Menschen bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten bzw. ihnen Berufsperspektiven in MINT-Berufen zu eröffnen. MINT-Bildung soll innovativ, praxisnah, offen und für alle zugänglich sein.
Denn die Anforderungen an Schulen und Bildungsinstitutionen steigen stetig. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und veränderte Lernkulturen stellen Lehrkräfte und Organisationen vor große Aufgaben. Das MINT Barcamp der Körber-Stiftung liefert konkrete Antworten:
- Vernetzung über Schul- und Landesgrenzen hinweg: Lehrkräfte, Initiativen und Institutionen profitieren vom Austausch untereinander.
- Aktuelle Inhalte: Themen wie KI im Unterricht, innovative Lernformate oder fächerübergreifendes Lernen sind feste Bestandteile.
- Praxisnahe Ideen: Viele Sessions liefern direkt anwendbare tools, Methoden oder Materialien.
- Offene Atmosphäre: Durch die Barcamp Methode entstehen niedrigschwellige Diskussionen, bei denen jeder Beitrag zählt. Auch Misserfolge werden offen thematisiert.
Wie fruchtbar diese Vernetzung ist, zeigte sich für die Koordinierungs- und Vernetzungsstelle MINTraum bayern beim 10. Barcamp. Hier präsentierten Referentinnen das bayerische Tool für Community Management und knüpften u.a. Kontakte zu Delegationen aus Österreich. Aus diesen ersten Gesprächen entstanden binnen eines Jahres konkrete Kooperationen und Workshops. Dies verdeutlicht, dass das MINT Barcamp nicht nur eine kurzfristige Veranstaltung ist, sondern nachhaltige Strukturen schafft.
Zielgruppen: Wer sollte am MINT Barcamp teilnehmen?
Das MINT Barcamp richtet sich an ein breites Publikum:
- Lehrkräfte aller Schulformen.
- Mitarbeitende außerschulischer Bildungsorte.
- MINT-Manager*innen und Netzwerkkoordinator*innen.
- Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die Bildung aktiv mitgestalten wollen. Denn MINT-Bildung stärkt die Berufsorientierung und die Zukunftskompetenzen junger Menschen.
Gerade die Mischung aus Start-up-Gründern, Makercommunities, Schulträgern, Bildungsinitiativen, Wirtschaftsakteuren und pädagogischen Fachkräften führt zu den wertvollsten Diskussionen.
Warum sollte ich als MINT-Manager*in am Barcamp teilnehmen?
Für MINT-Manager*innen bietet das MINT Barcamp eine ideale Plattform für kreative und fundierte Kooperationen. Die Teilnahme lohnt sich aus folgenden Gründen:
- Vernetzung: Sie sehen, wie andere Netzwerke agieren, und können wertvolle Impulse und Kontakte für Ihre eigenen Programme gewinnen.
- Wissenstransfer: Es ermöglicht den Austausch von Best Practices aus verschiedenen Regionen Deutschlands.
- Strukturentwicklung: Diskussionen über nachhaltige MINT-Strukturen und Community Management liefern relevante Erkenntnisse für die eigene Arbeit.
- Offene Gesprächskultur: Die besondere Atmosphäre führt dazu, dass Herausforderungen wie Ressourcenmangel, große Leistungsunterschiede oder Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Tools ehrlich angesprochen und gmeienschaftlich gelöst werden können.
Warum sollte ich als MINT-Akteur am Barcamp teilnehmen?
MINT-Akteure aus allen Bereichen profitieren von:
- Praxisnähe: Viele Sessions liefern direkt anwendbare Tools, Methoden und Materialien für die tägliche Arbeit.
- Aktuellen Themen: Es werden Trends wie KI im Unterricht, Robotik, Coding oder Female Empowerment behandelt.
- Offener Austausch auf Augenhöhe: Fragen des Scheiterns und Gelingens können in der vertrauensvollen Atmosphäre offen thematisiert werden, um gemeinsam Lösungen zu finden. Auch ergeben sich tiefe Einblicke in Konzepte, zu Finanzierungswegen und wichtigen Heben für die regionale Netzwerkarbeit.
Fazit: Ein Format für die Zukunft
Das MINT Barcamp der Körber-Stiftung ist mehr als eine Fortbildung – es ist ein moderner Treffpunkt für alle, die außerschulische MINT-Bildung innovativ gestalten wollen. Durch die offene Struktur und den Fokus auf ehrlichen Wissenstransfer unterstützt es MINT-Akteure dabei, zukunftsorientierte Lösungen zu finden und stabile Netzwerke aufzubauen. Darüber hinaus baut es Brücken zwischen schulischen und außerschulischen Lernorten und -formaten. Möchten auch Sie Teil dieser dynamischen Community werden? Informieren Sie sich über die nächsten Termine und bringen Sie Ihre Ideen in die MINT-Welt ein!
FAQ – Häufige Fragen zum Barcamp
Ein Barcamp (auch „Unkonferenz“ oder „Ad-hoc-Nicht-Konferenz“ genannt) ist eine offene Tagung mit Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung selbst entwickelt und gestaltet werden. Die Koordination der Sessions erfolgt spontan in einem Stundenplan, dem sogenannten „Grid“. Ziel ist der intensive inhaltliche Austausch, die Vernetzung und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen in einer lockeren Atmosphäre.
Das MINT Barcamp der Körber-Stiftung ist ein jährliches Format, das als „Klassentreffen“ für MINT-Netzwerker*innen aus ganz Deutschland und darüber hinaus fungiert. Es bietet ein Forum, um aktuelle Herausforderungen und Chancen der außerschulischen MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu diskutieren. Die Stiftung möchte damit Innovationen im Bildungssystem fördern, neue Methoden in die Fläche bringen und die Begeisterung für MINT-Themen wecken.
Barcamps sind oft kostenlos, da die Kosten für Organisation und Verpflegung meist durch Sponsoren oder Stiftungen wie die Körber-Stiftung getragen werden. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch aufgrund limitierter Plätze zwingend erforderlich.
Es gibt keinen Zwang, aber das Format lebt vom Mitmachen. Auch kleine Impulse, Fragen aus dem Arbeitsalltag oder das Vorstellen eines gescheiterten Projekts sind wertvolle Beiträge für die Community.
Die Inhalte sind vielfältig: Von Digitalisierung und KI in der Schule über praktische Experimente für die Kita bis hin zu Female Empowerment in MINT-Fächern und nachhaltiger Umweltbildung. Aber auch Fragen zu Communitymanagement, Vernetzung regionaler Akteure und Präsentation von MINT-Lernorten sind möglich.
Neben den Sessions bieten Pausengespräche und gemeinsame Abendveranstaltungen (Get-Together) Raum für intensives Networking. Viele Kontakte bleiben über das Event hinaus bestehen und führen zu langfristigen Kooperationen.INT Karte Bayern.